Schlafen Sie gut!

Schlafen gehört zu den Grundbedürfnissen des Menschen. Körper und Geist können sich regenerieren und neue Kraft tanken für die Anforderungen des Alltags. Auf dieser Seite erfahren Sie mehr über die Bedeutung von Schlaf für Gesundheit und Wohlbefinden.

"Der Schlaf ist für den Menschen, was das Aufziehen für die Uhr ist." Das sagte der berühmte Philosoph Arthur Schopenhauer, der von 1788 bis 1860 lebte. Von seiner Wahrheit hat dieser Satz bis heute nichts verloren.

Nach einer geruhsamen Nacht fühlen wir uns gestärkt und können mit frischem Schwung unsere täglichen Aufgaben meistern. Wer morgens ausgeruht startet, ist zudem ausgeglichener, kommunikativer und geht aktiver an neue Herausforderungen heran. Und bei leichten Erkrankungen wie zum Beispiel einer Erkältung sollten Sie sich so viel Extra-Schlaf wie möglich gönnen, damit Sie schneller wieder auf den Beinen sind.

Ungestörter, tiefer Schlaf steigert aber nicht nur "gefühlt" – also subjektiv – die Lebensqualität. Für den gesamten Organismus und viele lebenswichtige Funktionen ist Schlaf ein äußerst wichtiger Faktor.

Das passiert während des Schlafs

Wenn wir schlafen, befinden wir uns in einem ruhigen, entspannten Zustand. Puls, Blutdruck und Atmung nehmen ab. Die Aktivität im Gehirn verändert sich, viele Nervenzellen, die Bewegung und Fühlen steuern, sind blockiert. Deshalb bleibt man im Schlaf in der Regel ruhig und nimmt wenig äußere Reize wahr.

Gleichzeitig ist schlafen ein aktiver Vorgang. Die tiefe Ruhephase dient unter anderem der Zellreparatur, und es werden bestimmte Hormone ausgeschüttet, die zum Beispiel das Zellwachstum oder den Stoffwechsel steuern.

Richtwerte für gesunden Schlaf

Wie viele Stunden Schlaf ein Mensch braucht, um sich fit und vital zu fühlen, ist ganz unterschiedlich. So schlummerte zum Beispiel Albert Einstein zwölf Stunden täglich, während Leonardo da Vinci mit einem kleinen Nickerchen alle vier Stunden auskam.

Aus medizinischer Sicht sind etwa sieben bis acht Stunden pro Nacht zu empfehlen, wobei sich auch hier nicht alle Ärzte und Forscher einig sind. Am besten ist es, wenn Sie für sich ganz bewusst darauf achten, wie viel Schlaf Ihnen gut tut. Denn jeder Mensch hat eine innere Körperuhr, die unter anderem das persönliche Schlafbedürfnis steuert. Noch wichtiger als genügend Schlaf ist jedoch die Regelmäßigkeit, das haben Schlafforscher eindeutig festgestellt.

Die Bedeutung des Schlaf-Wach-Zyklus

Ein ausgewogener Wechsel zwischen Schlaf- und Wachphasen hält den persönlichen Biorhythmus des Menschen in Balance. Im Umkehrschluss haben Störungen dieses Zyklus´ auf Dauer negative Folgen für Gesundheit und Wohlbefinden. Die Einflüsse der Umwelt, vor allem des Lichts, spielen eine wesentliche Rolle: Wenn es langsam dunkler wird, signalisieren die Augen dies dem Gehirn. Dadurch werden komplizierte Vorgänge ausgelöst, die zu bestimmten Hormonreaktionen führen. Unter anderem wird die Produktion des Hormons Melatonin angeregt. Es bewirkt, dass wir müde werden.

Während des Schlafs treten rund alle 60 bis 90 Minuten Traumphasen auf. Diese so genannten REM-Phasen dauern jeweils ca. eine viertel Stunde und sind sehr wichtig, weil das Bewusstsein Erlebtes verarbeitet und zu neuen "Lösungen" zusammensetzt. Das Gehirn arbeitet in diesen Minuten also auf kreativen Hochtouren.

Fazit

Der Schlaf wird von vielen äußeren und körperbiologischen Einflüssen gesteuert. Entsprechend können Schlafstörungen ganz unterschiedliche Ursachen haben, und nur die wenigsten Menschen schlafen jede Nacht gleich gut. Sie brauchen also keinesfalls beunruhigt sein, wenn Ihr Nachtschlaf ab und zu nicht so ist, wie Sie es sich wünschen. Insgesamt ist ein erholsamer, gesunder Schlaf aber ganz entscheidend für unsere Gesundheit – und eine der besten, einfachsten und angenehmsten "Wohlfühl-Behandlungen", die wir uns jeden Tag gönnen können und sollten.